KUPI, Keraflott oder Jesin? Gießpulver & Gießmassen im Vergleich

Was ist der Unterschied zwischen KUPI, Keraflott und Jesin?
Auch wenn KUPI, Keraflott und Jesin häufig für ähnliche DIY-Projekte verwendet werden, handelt es sich nicht um drei identische Arten von Gießpulver.
KUPI und Keraflott sind klassische Gießmassen, die als Pulver geliefert und mit Wasser angerührt werden. Bei beiden Materialien benötigst du neben dem Gießpulver im Grunde nur Wasser, eine Waage bzw. einen Messbecher, einen Rührbecher und deine gewünschte Silikonform. Dadurch ist der Einstieg unkompliziert und gerade für klassische DIY-Gießprojekte interessant.
Bei Jesin funktioniert das etwas anders. Hier besteht das Material aus zwei aufeinander abgestimmten Komponenten: einer mineralischen Pulverkomponente und einem wasserbasierten Acryl-Liquid. Pulver und Liquid werden im Verhältnis 2:1 nach Gewicht miteinander vermischt. Der Hersteller beschreibt Jesin als Polymer-Gips-System.
Auch bei der Verarbeitung macht sich dieser Unterschied bemerkbar. KUPI und Keraflott ergeben nach dem Anrühren mit Wasser eine relativ flüssige Gießmasse, die sich sehr gut in Silikonformen verteilt. Jesin ist dagegen deutlich cremiger. Aus meiner Erfahrung braucht es deshalb etwas mehr Übung, um die richtige Verarbeitung dafür zu entwickeln.
Ein weiterer großer Unterschied liegt in den Gestaltungsmöglichkeiten. Alle drei Materialien lassen sich einfärben und für Terrazzo-Projekte verwenden. Mit meinen wasserbasierten Pigmenten habe ich bei KUPI und Keraflott allerdings hauptsächlich schöne Pastelltöne erzielt. Bei Jesin kann ich dagegen mit sehr kleinen Mengen geeigneter Pigmente sowohl Pastellfarben als auch kräftige, dunkle oder sogar Neonfarben herstellen.
Dafür ist Jesin nicht automatisch in jeder Hinsicht komfortabler: Ich habe damit beispielsweise deutlich häufiger mit Luftblasen zu kämpfen und auch das spätere Schleifen benötigt aufgrund des härteren Materials mehr Zeit.
Genau deshalb lohnt es sich, die drei Gießmassen nicht nur nach dem Preis zu beurteilen. Je nachdem, was du herstellen möchtest, kann ein günstiges klassisches Gießpulver vollkommen ausreichend sein – oder eine Gießmasse wie Jesin die zusätzlichen Möglichkeiten bieten, die du für dein Projekt brauchst.
KUPI Gießpulver – meine Erfahrungen
KUPI habe ich ausprobiert, nachdem ich bereits längere Zeit mit Keraflott gearbeitet hatte. Besonders neugierig war ich auf das Gießpulver, weil es mit einem sehr hellen Weißton beworben wird. Verwendet habe ich KUPI unter anderem für kleine Anhänger, Schmuckschalen und erste Terrazzo-Projekte.
Im Vergleich zu Keraflott und Jesin habe ich insgesamt zwar deutlich weniger mit KUPI gearbeitet, konnte dabei aber einige Unterschiede feststellen.
KUPI anmischen und verarbeiten
KUPI wird als Pulver mit Wasser angerührt. Der Hersteller nennt aktuell je nach gewünschtem Ergebnis unterschiedliche Mischverhältnisse: ungefähr 4:1 für stabilere Teile und 3:1 für eine fein fließende Masse bei detailreichen oder filigranen Formen. Ich selbst habe KUPI immer im Verhältnis 3:1 verarbeitet.
Dabei wurde die Gießmasse sehr flüssig und ließ sich hervorragend in meine Silikonformen gießen. Klümpchen hatte ich beim Anrühren kaum und auch Luftblasen waren bei meinen Projekten eher selten. Größere Blasen ließen sich durch leichtes Klopfen beziehungsweise Rütteln der Form gut aus der Masse bekommen.
Die Verarbeitungszeit ist allerdings relativ kurz. KUPI selbst gibt aktuell etwa 6–8 Minuten an. Für einfarbige Projekte empfand ich das als vollkommen ausreichend. Wenn du dagegen mehrere Farben oder aufwendigere Designs gießen möchtest, solltest du deine Materialien vorher gut vorbereiten.
Wie weiß wird KUPI?
Der Weißton ist für mich tatsächlich eine der größten Stärken von KUPI. Nach dem vollständigen Trocknen waren meine gegossenen Stücke sehr hell und strahlend weiß.
Auch im direkten Vergleich mit Keraflott habe ich einen Unterschied wahrgenommen: Keraflott wirkt für mich etwas gedeckter beziehungsweise leicht gräulicher, während KUPI deutlich heller erscheint. Wenn du deine gegossene Deko weiß lassen möchtest, ist das definitiv ein interessanter Vorteil. Auch der Hersteller beschreibt das Material aktuell als schnee- beziehungsweise extraweiß.
Kann man KUPI einfärben?
Ja, ich habe KUPI auch mit wasserbasierten Pigmenten eingefärbt. In meinen Versuchen konnte ich damit vor allem schöne Pastelltöne herstellen.
Wichtig ist dabei allerdings: Das ist meine persönliche Erfahrung mit den von mir verwendeten Pigmenten und bedeutet nicht, dass mit KUPI grundsätzlich keine kräftigeren Farben möglich sind. Mit meinem damaligen Pigmentsystem habe ich jedoch hauptsächlich mit helleren und pastelligen Farbtönen gearbeitet.
Eignet sich KUPI für Terrazzo?
Auch für Terrazzo-Projekte hat KUPI bei mir gut funktioniert. Ich konnte sowohl die Terrazzo Chips herstellen als auch anschließend problemlos in eine neue Gießmasse einarbeiten.
Ein Vorteil war für mich die spätere Bearbeitung: Das Material ließ sich relativ einfach schleifen, sodass die eingegossenen Chips schnell wieder sichtbar wurden. Meine selbst hergestellten KUPI-Chips waren aufgrund der verwendeten Pigmente allerdings ebenfalls überwiegend pastellfarben.
Für meine heutigen kräftigen und kontrastreichen Terrazzo-Farbmischungen bevorzuge ich deshalb Jesin. Wenn du dagegen eher dezente Terrazzo-Designs ausprobieren möchtest, spricht aus meiner Erfahrung nichts gegen KUPI.
Wie stabil ist KUPI?
Meine fertigen KUPI-Stücke hatten eine schöne glatte Oberfläche und fühlten sich insgesamt stabil an. Einen deutlichen Unterschied zur Härte von Keraflott konnte ich bei meinen eigenen Projekten nicht feststellen.
Bei sehr dünnen oder filigranen Gießlingen besteht meiner Erfahrung nach allerdings weiterhin eine gewisse Bruchgefahr. Genau das war später einer der Gründe, weshalb ich für meine verkauften Produkte nach einem noch robusteren Material gesucht habe.
Das macht KUPI für mich aber keineswegs zu einem schlechten Gießpulver – für klassische DIY-Projekte empfand ich die Stabilität als vollkommen ausreichend.
Vorteile und Nachteile von KUPI aus meiner Erfahrung
Vorteile: sehr heller Weißton, unkompliziertes Anmischen, sehr gutes Fließverhalten, eher wenige Luftblasen, einfach zu schleifen, gut für Pastell- und Terrazzo-Projekte geeignet und vergleichsweise günstig.
Nachteile: relativ kurze Verarbeitungszeit, bei sehr dünnen Teilen weiterhin Bruchgefahr und mit meinen verwendeten wasserbasierten Pigmenten habe ich hauptsächlich Pastelltöne erzielt.
Für wen eignet sich KUPI?
Ich würde KUPI vor allem Anfängern und DIY-Fans empfehlen, die unkompliziert kleine Dekoobjekte selbst gießen möchten. Besonders interessant finde ich das Material, wenn du ein möglichst helles Weiß erzielen möchtest.
Für einfache weiße oder pastellfarbene Projekte musst du meiner Meinung nach nicht automatisch zu einer deutlich teureren Gießmasse wie Jesin greifen. Möchtest du dagegen intensiv mit kräftigen Farben arbeiten, komplexere Terrazzo-Designs umsetzen oder stellst höhere Anforderungen an die Stabilität, lohnt sich ein Blick auf andere Materialien.
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Keraflott – meine Erfahrungen nach mehreren Jahren
Von den klassischen Gießpulvern habe ich mit Keraflott mit Abstand am längsten gearbeitet. Meine ersten Gießversuche habe ich ursprünglich mit Raysin gemacht. Da Raysin damals jedoch immer wieder schwer erhältlich oder ausverkauft war, habe ich nach einer Alternative gesucht und bin schließlich bei Keraflott gelandet.
Keraflott habe ich anschließend mehrere Jahre verwendet – und sogar meine ersten Produkte für meinen Onlineshop daraus hergestellt. Für mich war es deshalb das perfekte Material, um überhaupt richtig in die Welt der Gießmassen einzusteigen.
Keraflott anmischen und verarbeiten
Keraflott wird im Verhältnis 3 Teile Pulver zu 1 Teil Wasser angerührt. Der Hersteller gibt eine Verarbeitungszeit von ungefähr 10 Minuten und eine Aushärtezeit von etwa 30–40 Minuten an.
Bei der Verarbeitung habe ich Keraflott immer als sehr unkompliziert empfunden. Die angerührte Masse ist flüssig, aber nicht übermäßig dünn und lässt sich sehr gut in Silikonformen gießen. Wenn ich gründlich gerührt habe, hatte ich kaum Probleme mit Klümpchen.
Auch Luftblasen hielten sich bei meinen Projekten meistens in Grenzen. Durch leichtes Klopfen oder Rütteln an der Silikonform ließen sich größere Blasen gut aus der Masse lösen. Das Rütteln der Form wird auch in den Verarbeitungshinweisen für Keraflott empfohlen.
Ein Nachteil ist für mich die relativ kurze Verarbeitungszeit. Bei einem einfachen weißen Guss war das nie ein Problem. Möchtest du allerdings mehrere Farben vorbereiten oder aufwendigere Marble- oder Terrazzo-Designs gießen, musst du schon etwas zügiger arbeiten.
Welche Farbe hat Keraflott?
Keraflott ist eine weiße Gießmasse. Im direkten Vergleich mit KUPI habe ich den Weißton allerdings als etwas gedeckter beziehungsweise leicht gräulicher wahrgenommen.
Das hat mich während meiner jahrelangen Arbeit mit Keraflott nie gestört. Wenn dir aber ein möglichst helles, strahlendes Weiß besonders wichtig ist, würde ich aufgrund meiner eigenen Ergebnisse eher KUPI wählen.
Kann man Keraflott einfärben?
Ja, ich habe Keraflott sehr häufig eingefärbt. Dafür habe ich wasserbasierte Pigmente verwendet, unter anderem auch Pigmente von Jesmonite.
Mit meinen verwendeten Pigmenten konnte ich vor allem schöne Pastelltöne herstellen. Dabei habe ich allerdings festgestellt, dass ich mit der Pigmentmenge vorsichtig sein musste. Bei zu viel flüssigem Pigment veränderte sich bei meinen Versuchen die Konsistenz der Gießmasse und das fertige Material konnte spröder werden.
Auch hier gilt: Das sind meine persönlichen Erfahrungen mit den von mir verwendeten Pigmenten. Daraus würde ich nicht ableiten, dass sich Keraflott grundsätzlich nur pastellfarben einfärben lässt.
Eignet sich Keraflott für Terrazzo?
Keraflott hat bei mir auch für Terrazzo-Projekte sehr gut funktioniert. Die farbigen Platten für meine Terrazzo Chips ließen sich einfach herstellen und nach dem Aushärten gut in kleinere Stücke brechen.
Auch das anschließende Schleifen empfand ich als angenehm. Die eingegossenen Chips lassen sich vergleichsweise schnell wieder freilegen – deutlich einfacher als bei dem härteren Jesin, das ich heute verwende.
Mit meinem damaligen Pigmentsystem habe ich allerdings auch hier hauptsächlich pastellfarbene Terrazzo Chips hergestellt. Für meine heutigen kräftigen und kontrastreichen Farbmischungen bietet mir Jesin mehr Möglichkeiten.
Wie stabil ist Keraflott?
Für klassische Dekoobjekte war ich mit der Stabilität von Keraflott über mehrere Jahre zufrieden. Schließlich habe ich damit sogar meine ersten Produkte hergestellt und verkauft.
Bei dünnen oder filigranen Teilen besteht allerdings eine gewisse Bruchgefahr. Vereinzelt hatte ich beispielsweise Produkte, die beim Versand beschädigt wurden. Einen wesentlichen Unterschied zwischen der Härte meiner KUPI- und Keraflott-Stücke konnte ich persönlich nicht feststellen.
Jesin empfinde ich heute als deutlich robuster. Dafür hat die höhere Härte wiederum einen Nachteil: Keraflott lässt sich wesentlich leichter schleifen und nachbearbeiten.
Muss Keraflott versiegelt werden?
Meine fertigen Keraflott-Produkte habe ich immer mit einem speziellen Wachs versiegelt. Dadurch perlten Wassertropfen von der behandelten Oberfläche ab und die Deko war im Alltag besser vor Feuchtigkeit geschützt.
Als wasserdicht habe ich meine Keraflott-Produkte deshalb trotzdem nicht betrachtet. Längerer Kontakt mit stehendem Wasser war für meine damit hergestellte Deko nicht vorgesehen.
Auf das Thema Wasser und Versiegelung gehen wir weiter unten im Vergleich noch einmal genauer ein.
Warum bin ich von Keraflott zu Jesin gewechselt?
Mein Wechsel zu Jesin hatte nicht den einen großen Grund. Vielmehr haben sich mit der Zeit meine Anforderungen an meine Produkte verändert.
Ich wollte stabilere Produkte, mehr Möglichkeiten für kräftige Farben und komplexere Terrazzo- und Marble-Designs. Bei meinen Kerzenhaltern wurde für mich außerdem die dokumentierte Flammhemmung des verwendeten Materials zu einem wichtigen Punkt.
Keraflott wurde für mich also nicht plötzlich zu einem schlechten Material – ich brauchte irgendwann einfach andere Eigenschaften.
Und genau deshalb würde ich Keraflott auch heute noch für viele DIY-Projekte empfehlen.
Vorteile und Nachteile von Keraflott aus meiner Erfahrung
Vorteile: unkompliziertes Anmischen mit Wasser, gutes Fließverhalten, eher wenige Luftblasen, glatte Ergebnisse, einfach zu schleifen, sehr gut für klassische DIY- und Terrazzo-Projekte geeignet und vergleichsweise günstig.
Nachteile: relativ kurze Verarbeitungszeit, bei dünnen Teilen weiterhin Bruchgefahr, der Weißton wirkt für mich etwas gedeckter als bei KUPI und mit meinen verwendeten Pigmenten habe ich überwiegend Pastelltöne erzielt.
Für wen eignet sich Keraflott?
Keraflott würde ich besonders Anfängern und DIY-Fans empfehlen, die unkompliziert mit dem Gießen starten möchten. Für klassische weiße oder pastellfarbene Deko, kleine Schalen, Anhänger und viele andere DIY-Projekte ist das Material aus meiner Erfahrung vollkommen ausreichend.
Wenn ich mich heute ausschließlich zwischen KUPI und Keraflott entscheiden müsste, würde ich persönlich Keraflott wählen. Nicht weil KUPI schlechter wäre, sondern weil ich mehrere Jahre zuverlässig mit Keraflott gearbeitet habe und damit immer zufrieden war. Soll das Ergebnis dagegen möglichst strahlend weiß werden, hat KUPI für mich die Nase vorn.
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Jesin – meine Erfahrungen mit meinem heutigen Gießmaterial
Heute fertige ich den Großteil meiner Deko aus Jesin. Auf das Material bin ich ursprünglich über Instagram (Colorberry) aufmerksam geworden. Besonders interessant fand ich die Ähnlichkeit zu Jesmonite, das damals für mich in Deutschland nur schwer erhältlich war.
Zu dieser Zeit hatte ich bereits mehrere Jahre mit Keraflott gearbeitet. Mit steigenden Anforderungen an meine Produkte wurden für mich jedoch andere Eigenschaften wichtiger: eine höhere Stabilität, mehr Möglichkeiten beim Einfärben und ein Material mit dokumentierten flammhemmenden Eigenschaften für meine Kerzenhalter.
Auch vereinzelte Bruchschäden beim Versand meiner früheren Produkte spielten bei der Suche nach einem robusteren Material eine Rolle. Jesin ist zwar deutlich teurer als klassische Gießpulver – diesen Mehrpreis nehme ich für meine heutigen Produkte aber bewusst in Kauf.
Was ist Jesin überhaupt?
Anders als KUPI und Keraflott wird Jesin nicht einfach mit Wasser angerührt. Es handelt sich um ein Zweikomponentensystem aus einer mineralischen Pulverkomponente und einem wasserbasierten Acryl-Liquid.
Beide Komponenten werden im Verhältnis 2:1 nach Gewicht miteinander vermischt. Der Hersteller bezeichnet Jesin als Polymer-Gips-System. Das Material ist wasserbasiert und lösungsmittelfrei und wird vom Hersteller außerdem als flammhemmend beschrieben.
Jesin anmischen und verarbeiten
Die Verarbeitung unterscheidet sich für mich deutlich von KUPI und Keraflott. Nach dem Anmischen ist Jesin cremiger und weniger flüssig. Auch kleine Klümpchen empfinde ich als schwieriger herauszurühren.
Gerade am Anfang musste ich deshalb erst ein Gefühl für das Material entwickeln.
Ein großer Vorteil ist für mich dagegen die längere Verarbeitungszeit. Besonders bei Projekten mit mehreren Farben, Marble Designs oder Terrazzo kann ich dadurch wesentlich entspannter arbeiten. Eine kurze Unterbrechung während des Gießens ist meist kein Problem.
Bei hohen Raumtemperaturen im Sommer habe ich allerdings festgestellt, dass die Masse schneller dickflüssig wird. Auch bei Jesin sollte deshalb alles vorbereitet sein, bevor du mit dem Anmischen beginnst.
Luftblasen bei Jesin – für mich der größte Unterschied bei der Verarbeitung
Mit Jesin habe ich deutlich häufiger mit Luftblasen zu kämpfen als bei KUPI oder Keraflott. Gleichzeitig lassen sich diese meiner Erfahrung nach schwieriger allein durch Klopfen an der Silikonform entfernen.
Für meine Produkte arbeite ich deshalb mittlerweile mit einer Vibrationsplatte. Durch die Vibration können eingeschlossene Luftblasen besser aus der noch flüssigen Masse aufsteigen. Auch der Hersteller empfiehlt, die gefüllte Form zu vibrieren beziehungsweise zu rütteln, um Luftblasen zu reduzieren. → Vibrationsplatte bei Amazon ansehen*
Trotzdem können bei handgegossenen Produkten kleine Luftbläschen oder Unebenheiten zurückbleiben.
Welche Farbe hat Jesin?
Jesin ist im natürlichen Zustand nicht strahlend weiß. Ich würde den Farbton eher als warmes Cremeweiß beschreiben.
Wenn ich für ein Design eine hellere beziehungsweise weißere Grundfarbe benötige, kann ich zusätzlich weißes Pigment verwenden. Wenn dir dagegen ein möglichst leuchtendes Weiß ohne zusätzliches Einfärben wichtig ist, hat KUPI für mich einen Vorteil.
Jesin einfärben: von Pastell bis Neon
Beim Einfärben liegt für mich eine der größten Stärken von Jesin. Ich verwende unter anderem Pigmente von Jesmonite, E-Cupstone und Colorberry und kann damit sehr unterschiedliche Farbergebnisse erzielen.
Von zarten Pastelltönen über kräftiges Pink, Rot oder Blau bis hin zu dunklen Farben und Neonfarben ist für meine Designs vieles möglich. Oft reicht bereits eine sehr kleine Pigmentmenge für ein intensives Ergebnis.
Zu viel Pigment sollte trotzdem vermieden werden, da sich dadurch die Konsistenz und die Eigenschaften des fertigen Materials verändern können.
Auf das Einfärben und meine Pigmente gehen wir weiter unten noch einmal genauer ein.
Eignet sich Jesin für Terrazzo?
Für meine heutigen Terrazzo-Produkte ist Jesin mein bevorzugtes Material. Vor allem die große Farbvielfalt ermöglicht mir kräftige und kontrastreiche Terrazzo Chips und damit genau die bunten Designs, die ich herstellen möchte.
Allerdings macht das härtere Material auch mehr Arbeit. Die ausgehärteten Platten lassen sich schwerer in Chips brechen als bei KUPI oder Keraflott. Auch das anschließende Schleifen der fertigen Terrazzo-Oberfläche benötigt deutlich mehr Zeit und Kraft.
Für mich lohnt sich dieser zusätzliche Aufwand aufgrund der Gestaltungsmöglichkeiten trotzdem.
Wie stabil ist Jesin?
Einer der wichtigsten Gründe für meinen Wechsel war die höhere Stabilität, die ich bei meinen fertigen Jesin-Produkten feststelle.
Im direkten Vergleich empfinde ich das ausgehärtete Material als deutlich härter und robuster als meine früheren Produkte aus KUPI oder Keraflott. Gerade für Produkte, die anschließend verschickt werden, ist das für mich ein wichtiger Vorteil.
Natürlich bedeutet auch eine höhere Stabilität nicht, dass ein Dekoobjekt aus Jesin unzerbrechlich ist.
Jesin schleifen und nachbearbeiten
Jesin lässt sich nach dem Aushärten schleifen und nachbearbeiten. Durch die höhere Härte brauche ich dafür allerdings mehr Zeit und Kraft als bei Keraflott oder KUPI.
Gerade bei meinen Terrazzo-Produkten merke ich diesen Unterschied deutlich, da hier eine größere Fläche abgeschliffen werden muss, um die eingegossenen Chips sichtbar zu machen.
Für mich ist das letztlich ein Kompromiss: Die höhere Härte macht die Nachbearbeitung aufwendiger, ist gleichzeitig aber eine der Eigenschaften, die ich am fertigen Produkt besonders schätze.
Ist Jesin wasserfest?
Meine fertigen Jesin-Produkte versiegele ich mit einem speziellen Wachs. Dadurch entsteht ein Abperleffekt und die Oberfläche ist im Alltag besser vor Feuchtigkeit geschützt.
Ich bezeichne meine Produkte trotzdem bewusst als wasserbeständig und nicht als wasserdicht. Wassertropfen oder kurzzeitige Feuchtigkeit sind etwas anderes als dauerhaft stehendes Wasser.
Auf die Wasserbeständigkeit der drei Gießmassen gehen wir später noch einmal separat ein.
Warum verwende ich Jesin für meine Kerzenhalter?
Ich fertige aus Jesin unter anderem Stabkerzenhalter und Teelichthalter. Bei diesen Produkten war für mich die dokumentierte Flammhemmung des Materials ein wichtiger Grund für den Wechsel.
Der Hersteller beschreibt Jesin als flammhemmend und nennt entsprechende Klassifizierungen. Zusätzlich stellt Jesin selbst Anleitungen für die Herstellung von Kerzenprojekten beziehungsweise gegossenen Kerzengefäßen bereit.
Das bedeutet nicht, dass andere Gießmassen automatisch brennbar oder grundsätzlich ungeeignet sind. Für meine verkauften Produkte wollte ich jedoch ein Material verwenden, bei dem ich entsprechende Herstellerinformationen finden konnte.
Auch dieses Thema vergleichen wir weiter unten noch einmal ausführlicher.
Der größte Nachteil von Jesin: der Preis
Der für mich eindeutig größte Nachteil ist der deutlich höhere Materialpreis.
Wenn du gelegentlich ein paar weiße oder pastellfarbene Dekoobjekte für dich selbst gießen möchtest, halte ich Jesin deshalb nicht zwingend für notwendig. KUPI oder Keraflott können dafür vollkommen ausreichen und sind wesentlich günstiger.
Für meine eigenen Produkte sieht die Rechnung anders aus. Die höhere Stabilität, die Möglichkeiten beim Einfärben und die dokumentierten flammhemmenden Eigenschaften sind für meine Arbeit wichtige Kriterien.
Ich nehme den höheren Materialpreis deshalb ganz bewusst in Kauf, weil ich für meine Kunden die bestmöglichen Produkte herstellen möchte.
Vorteile und Nachteile von Jesin aus meiner Erfahrung
Vorteile: längere und für mich entspanntere Verarbeitungszeit, sehr glatte Oberfläche, hohe Härte und Stabilität, große Möglichkeiten beim Einfärben von Pastell bis Neon, sehr gut für farbintensive Terrazzo- und Marble-Designs geeignet und dokumentierte flammhemmende Eigenschaften.
Nachteile: deutlich höherer Preis, Verarbeitung benötigt etwas Übung, cremigere Konsistenz und Klümpchen sind für mich schwieriger herauszurühren, mehr Luftblasen, eine Vibrationsplatte ist bei meinen Produkten sehr hilfreich und Schleifen sowie die Herstellung von Terrazzo Chips sind aufwendiger.
Für wen eignet sich Jesin?
Wenn du nur gelegentlich einfache weiße oder pastellfarbene DIY-Projekte gießen möchtest, würde ich nicht allein wegen des höheren Preises automatisch zu Jesin greifen.
Möchtest du dagegen mit kräftigen oder dunklen Farben, Neon, Marble oder buntem Terrazzo arbeiten und legst Wert auf eine hohe Stabilität, bietet Jesin aus meiner Erfahrung deutlich mehr Möglichkeiten.
Auch Anfänger können mit Jesin starten, sollten aber damit rechnen, dass die Verarbeitung etwas mehr Übung benötigt als bei KUPI oder Keraflott.
Wenn ich heute nur noch eine einzige Gießmasse verwenden dürfte, würde ich mich eindeutig für Jesin entscheiden. Für meine heutigen Produkte passen die Eigenschaften einfach am besten – auch wenn ich dafür einen höheren Materialpreis und eine aufwendigere Verarbeitung in Kauf nehme.
KUPI vs. Keraflott vs. Jesin – der direkte Vergleich
KUPI, Keraflott und Jesin unterscheiden sich vor allem bei Verarbeitung, Verarbeitungszeit, Farbgestaltung, Stabilität und Preis. KUPI und Keraflott werden mit Wasser angerührt, sind vergleichsweise günstig und aus meiner Erfahrung besonders unkompliziert für klassische DIY-Projekte.
Jesin besteht dagegen aus Pulver und einem speziellen Liquid, ist deutlich teurer und braucht bei der Verarbeitung etwas mehr Übung. Dafür bietet mir Jesin eine längere Verarbeitungszeit, eine höhere Stabilität und deutlich mehr Möglichkeiten für kräftige Farben und Terrazzo-Designs.
KUPI oder Keraflott – welches Gießpulver ist besser?
Wenn du dich zwischen KUPI und Keraflott entscheiden möchtest, machst du meiner Erfahrung nach mit beiden Gießpulvern zunächst wenig falsch. Beide werden mit Wasser angerührt, lassen sich unkompliziert verarbeiten und fließen gut in Silikonformen. Für klassische DIY-Projekte wie kleine Schalen, Anhänger oder andere Dekoobjekte würde ich beide Materialien verwenden.
Trotzdem gibt es ein paar Unterschiede, die bei der Entscheidung helfen können.
KUPI oder Keraflott für möglichst weiße Deko?
Der größte Vorteil von KUPI ist für mich ganz klar der besonders helle Weißton. Meine fertigen KUPI-Stücke waren nach dem Trocknen sehr strahlend weiß.
Keraflott habe ich im direkten Vergleich als etwas gedeckter beziehungsweise leicht gräulicher wahrgenommen. Wenn du dein gegossenes Objekt nicht einfärben möchtest und dir ein möglichst leuchtendes Weiß wichtig ist, würde ich deshalb KUPI wählen.
Welches der beiden lässt sich besser verarbeiten?
Bei der Verarbeitung liegen KUPI und Keraflott für mich ziemlich nah beieinander. Beide Materialien ließen sich gut anrühren, waren ausreichend flüssig und haben sich schön in meinen Silikonformen verteilt.
Auch mit Luftblasen hatte ich bei beiden vergleichsweise wenig Probleme. Größere Blasen konnte ich meistens durch leichtes Klopfen oder Rütteln an der Form entfernen.
Beim Schleifen habe ich ebenfalls keinen entscheidenden Unterschied festgestellt. Sowohl KUPI als auch Keraflott ließen sich für mich wesentlich einfacher bearbeiten als das härtere Jesin.
Ist KUPI oder Keraflott stabiler?
Auch bei der Stabilität konnte ich bei meinen eigenen Projekten keinen deutlichen Unterschied zwischen KUPI und Keraflott feststellen. Beide waren für klassische Dekoobjekte ausreichend stabil, bei sehr dünnen oder filigranen Teilen bestand meiner Erfahrung nach aber weiterhin eine gewisse Bruchgefahr.
Wenn eine möglichst hohe Stabilität für dein Projekt das entscheidende Kriterium ist, würde ich deshalb nicht zwischen KUPI und Keraflott entscheiden, sondern eher Jesin als Alternative betrachten.
Würde ich KUPI oder Keraflott wählen?
Wenn ich heute nur zwischen diesen beiden klassischen Gießpulvern wählen dürfte, wäre Keraflott mein persönlicher Favorit.
Der Grund dafür ist ziemlich simpel: Ich habe mehrere Jahre damit gearbeitet, sehr viele unterschiedliche Projekte umgesetzt und sogar meine ersten Produkte für meinen Onlineshop daraus hergestellt. In dieser Zeit war ich mit Keraflott immer zufrieden.
Das bedeutet aber nicht, dass ich KUPI für schlechter halte. Gerade wenn du möglichst strahlend weiße Deko herstellen möchtest, würde ich KUPI den Vorzug geben.
Meine Empfehlung wäre deshalb: KUPI für besonders helles Weiß – Keraflott als unkomplizierter und für mich über Jahre bewährter Allrounder für klassische DIY-Projekte.
Welches Gießpulver eignet sich für Anfänger?
Wenn du zum ersten Mal Deko aus Gießmasse selber machen möchtest, würde ich dir für den Einstieg KUPI oder Keraflott empfehlen. Beide Gießpulver werden einfach mit Wasser angerührt, lassen sich gut in Silikonformen gießen und sind aus meiner Erfahrung unkompliziert zu verarbeiten. Auch generell werden klassische wasserbasierte Gießpulver häufig als guter Einstieg in dieses DIY-Thema beschrieben.
Für erste Projekte wie kleine Schalen, Anhänger oder andere einfache Dekoobjekte musst du meiner Meinung nach nicht direkt zu einer deutlich teureren Gießmasse wie Jesin greifen.
Vor allem wenn du zunächst weiße oder pastellfarbene Deko herstellen möchtest, sind KUPI und Keraflott für den Einstieg vollkommen ausreichend. Möchtest du ein besonders helles Weiß, würde ich KUPI wählen. Keraflott ist aufgrund meiner jahrelangen guten Erfahrungen mein persönlicher Favorit unter den klassischen Gießpulvern.
Ist Jesin auch für Anfänger geeignet?
Natürlich kannst du auch direkt mit Jesin starten. Du solltest allerdings damit rechnen, dass die Verarbeitung etwas mehr Übung benötigt. Die Masse ist cremiger, kleine Klümpchen empfinde ich als schwieriger herauszurühren und bei meinen Projekten entstehen häufiger Luftblasen.
Dafür hat Jesin einen anderen Vorteil: Durch die längere Verarbeitungszeit kannst du gerade bei Designs mit mehreren Farben entspannter arbeiten.
Wenn du von Anfang an weißt, dass du kräftige Farben, Marble Designs oder bunte Terrazzo-Projekte umsetzen möchtest, kann es deshalb durchaus sinnvoll sein, direkt mit Jesin zu starten. Gerade die umfangreicheren Möglichkeiten beim Einfärben sind eine der Stärken des Materials.
Meine Empfehlung: Möchtest du erst einmal unkompliziert ausprobieren, ob dir das Gießen überhaupt Spaß macht, würde ich mit KUPI oder Keraflott beginnen. Hast du dagegen schon konkrete Pläne für intensive Farben, Marble oder farbenfrohes Terrazzo, kann sich der Einstieg mit Jesin trotz des höheren Preises lohnen.
Welche Gießmasse lässt sich am besten einfärben?
Wenn du nicht nur weiße Deko gießen möchtest, sondern mit Pastellfarben, kräftigen Farbtönen oder sogar Neonfarben arbeiten möchtest, spielt neben der Gießmasse auch das verwendete Pigment eine wichtige Rolle.
Ich habe KUPI, Keraflott und Jesin mit unterschiedlichen Pigmenten eingefärbt und dabei durchaus Unterschiede festgestellt.
KUPI und Keraflott einfärben
Bei KUPI und Keraflott habe ich hauptsächlich mit wasserbasierten Pigmenten gearbeitet. Keraflott habe ich unter anderem auch mit den flüssigen Pigmenten von Jesmonite eingefärbt.
Mit meinen verwendeten Pigmenten konnte ich bei beiden Gießpulvern vor allem schöne Pastelltöne erzielen. Rosa, Blau, Gelb oder andere dezente Farbtöne haben für meine damaligen Projekte sehr gut funktioniert.
Bei Keraflott habe ich allerdings festgestellt, dass zu viel flüssiges Pigment die Konsistenz der Masse verändern kann. Bei meinen Versuchen wurde die Masse teilweise klumpiger und das ausgehärtete Material spröder. Einfach immer mehr Pigment hinzuzugeben, um eine kräftigere Farbe zu erreichen, war für mich deshalb nicht die beste Lösung.
Wichtig ist mir dabei: Meine Erfahrungen bedeuten nicht, dass sich KUPI und Keraflott grundsätzlich nur pastellfarben einfärben lassen. Das Ergebnis hängt immer auch vom verwendeten Pigment und dessen Dosierung ab.
Warum ich Jesin für kräftige Farben bevorzuge
Bei Jesin habe ich beim Einfärben deutlich mehr Möglichkeiten. Für meine Produkte verwende ich verschiedene Pigmente, unter anderem von Jesmonite, E-Cupstone und Colorberry.
Damit kann ich sowohl sehr helle Pastelltöne als auch kräftiges Pink, Rot oder Blau, dunklere Farbtöne und sogar Neonfarben herstellen. Gerade für meine bunten Terrazzo-Designs ist das ein großer Vorteil.
Besonders praktisch finde ich, dass bei hochkonzentrierten Pigmenten bereits sehr kleine Mengen für ein intensives Farbergebnis ausreichen können.
Auch bei Jesin gilt allerdings: Mehr Pigment bedeutet nicht automatisch ein besseres Ergebnis. Eine zu hohe Pigmentmenge kann die Konsistenz und die Eigenschaften der Gießmasse beeinflussen.
Bei den originalen Jesmonite Liquid Pigments nennt der Hersteller beispielsweise eine maximale Zugabemenge von 2 % des Gesamtgewichts der Mischung beziehungsweise 20 g pro Kilogramm. Für Pastelltöne wird entsprechend weniger Pigment verwendet.
Welche Gießmasse würde ich zum Einfärben wählen?
Für weiße oder pastellfarbene Deko haben KUPI und Keraflott bei mir sehr gut funktioniert. Wenn genau solche Farben dein Ziel sind, würde ich nicht allein wegen des Einfärbens zu einem teureren Material wechseln.
Möchtest du dagegen mit intensiven, dunklen oder sehr leuchtenden Farben experimentieren, würde ich aus meiner Erfahrung Jesin wählen. Genau diese größere Freiheit bei der Farbgestaltung war einer der Gründe, weshalb ich letztendlich bei Jesin geblieben bin.
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Welche Gießmasse eignet sich am besten für Terrazzo?
Grundsätzlich kannst du KUPI, Keraflott und Jesin für Terrazzo-Projekte verwenden. Ich habe Terrazzo mit allen drei Materialien ausprobiert und dabei gute Ergebnisse erzielt. Welche Gießmasse ich empfehlen würde, hängt vor allem davon ab, welche Farben du umsetzen möchtest und wie viel Aufwand du bei der späteren Bearbeitung in Kauf nehmen möchtest.
Das Prinzip ist bei allen drei Materialien ähnlich: Zunächst stellst du dünne, eingefärbte Platten aus deiner Gießmasse her. Nach dem Aushärten werden diese in kleine Terrazzo Chips gebrochen und anschließend in eine neue Gießmasse eingearbeitet. Nach dem Aushärten wird die Oberfläche geschliffen, sodass die bunten Chips wieder sichtbar werden.
Terrazzo mit KUPI oder Keraflott
Sowohl mit KUPI als auch mit Keraflott konnte ich Terrazzo gut umsetzen. Die ausgehärteten Platten ließen sich relativ einfach in kleinere Chips brechen und anschließend in die neue Gießmasse einarbeiten.
Ein großer Vorteil zeigt sich für mich bei der Nachbearbeitung: KUPI und Keraflott lassen sich vergleichsweise einfach schleifen. Dadurch werden die eingegossenen Terrazzo Chips schnell wieder sichtbar.
Mit meinen damals verwendeten wasserbasierten Pigmenten habe ich bei beiden Materialien hauptsächlich pastellfarbene Chips hergestellt. Für dezente Terrazzo-Designs oder erste Versuche mit der Technik finde ich deshalb sowohl KUPI als auch Keraflott gut geeignet.
Warum ich Jesin für meine Terrazzo-Produkte bevorzuge
Heute stelle ich meine Terrazzo Chips und den Großteil meiner Terrazzo-Deko aus Jesin her. Der wichtigste Grund dafür sind für mich die größeren Möglichkeiten bei der Farbgestaltung.
Ich kann damit kräftige, dunkle und sehr leuchtende Farben herstellen und dadurch wesentlich kontrastreichere Terrazzo-Designs umsetzen. Gerade für meine bunten Farbmischungen ist das ein großer Vorteil.
Dafür macht mir Jesin bei der Herstellung aber auch mehr Arbeit. Das ausgehärtete Material ist härter, weshalb ich mehr Kraft benötige, um die Platten in einzelne Chips zu brechen. Auch das spätere Schleifen der fertigen Terrazzo-Oberfläche ist deutlich zeitaufwendiger als bei meinen früheren Projekten mit KUPI oder Keraflott.
Für mich lohnt sich dieser zusätzliche Aufwand trotzdem, weil ich damit genau die kräftigen Farben und Kontraste umsetzen kann, die ich für meine heutigen Terrazzo-Designs möchte.
Meine Empfehlung: Möchtest du Terrazzo zum ersten Mal ausprobieren oder bevorzugst eher dezente und pastellige Designs, würde ich KUPI oder Keraflott verwenden. Möchtest du dagegen mit kräftigen Farben und starken Kontrasten arbeiten, ist Jesin aus meiner Erfahrung mein Favorit – auch wenn die Nachbearbeitung aufwendiger ist.
Du möchtest noch tiefer in das Thema Terrazzo einsteigen? In meinem Beitrag über Terrazzo Chips für DIY-Deko zeige ich dir, wie du mit bunten Terrazzo Chips unterschiedliche DIY-Projekte gestalten kannst.
Welche Gießmasse eignet sich für Kerzenhalter?
Wenn du einen Kerzenhalter aus Gießmasse herstellen möchtest, würde ich bei der Materialwahl nicht nur darauf achten, wie gut sich das Material gießen lässt. Gerade bei einem Produkt, das später in Verbindung mit einer Kerze verwendet wird, finde ich es wichtig, auch die aktuellen Herstellerangaben zum jeweiligen Material zu berücksichtigen.
Dabei unterscheiden sich die Informationen zu KUPI, Keraflott und Jesin durchaus.
Kann man KUPI für Kerzenhalter verwenden?
KUPI macht hierzu inzwischen eine recht konkrete Angabe. Laut aktueller Hersteller-FAQ hält das Material kurzzeitig Temperaturen von etwa 200 °C für ungefähr 10 Minuten aus und wird als für Teelichthalter geeignet beschrieben. Gleichzeitig weist der Hersteller darauf hin, direkte Flammen zu vermeiden.
Wenn du KUPI für einen Kerzenhalter verwenden möchtest, würde ich mich deshalb an diesen konkreten Herstellerhinweisen orientieren und sie nicht pauschal auf jede beliebige Art von Kerzenhalter übertragen.
Kann man Keraflott für Kerzenhalter verwenden?
Bei Keraflott ist die Informationslage etwas anders. Im aktuellen Sicherheitsdatenblatt von HobbyFun wird ausdrücklich angegeben, dass das Produkt selbst nicht brennbar ist.
Eine konkrete Herstellerfreigabe oder Anleitung speziell für die Verwendung als Kerzenhalter beziehungsweise Kerzengefäß habe ich bei meiner Recherche allerdings nicht gefunden.
Das ist ein wichtiger Unterschied: Die Angabe „nicht brennbar“ im Sicherheitsdatenblatt ist nicht automatisch dasselbe wie eine konkrete Empfehlung des Herstellers für einen bestimmten Kerzenhalter oder ein Gefäß, in das Kerzenwachs direkt eingefüllt wird.
Warum verwende ich Jesin für meine Kerzenhalter?
Die Verwendung für Kerzenhalter war tatsächlich einer der Gründe, weshalb ich mich intensiver mit Jesin beschäftigt und später mein Material gewechselt habe.
Der Hersteller beschreibt Jesin als flammhemmend und nennt dafür die Klassifizierungen EN 13501-1 und ASTM E84-15b. Zusätzlich veröffentlicht der Hersteller konkrete Anleitungen, in denen Gefäße aus Jesin gegossen und anschließend mit Kerzenwachs befüllt werden.
Für mich war diese zusätzliche Dokumentation ein wichtiger Punkt. Heute fertige ich aus Jesin sowohl meine Stabkerzenhalter als auch meine Teelichthalter.
Dabei möchte ich aber ganz bewusst nicht behaupten, dass Keraflott deshalb brennbar oder grundsätzlich ungeeignet wäre. Im Gegenteil: Das aktuelle Sicherheitsdatenblatt bezeichnet Keraflott ausdrücklich als nicht brennbar. Für meine eigenen Produkte wollte ich jedoch ein Material verwenden, bei dem ich zusätzlich konkrete Herstellerinformationen zur Flammhemmung und zur Verwendung für Kerzenprojekte finden konnte.
Meine Empfehlung: Möchtest du selbst einen Kerzenhalter gießen, würde ich mich nicht allein darauf verlassen, dass ein Material grundsätzlich für Deko-Gießprojekte angeboten wird. Prüfe immer die aktuellen Herstellerangaben für dein konkretes Material und den geplanten Einsatzzweck. Für meine eigenen Kerzenhalter habe ich mich aufgrund der dokumentierten Eigenschaften und meiner Erfahrungen für Jesin entschieden.
Sind KUPI, Keraflott und Jesin wasserfest?
Wenn du aus Gießmasse beispielsweise Untersetzer, Schmuckschalen oder Deko fürs Badezimmer herstellen möchtest, stellt sich schnell die Frage: Ist die fertige Gießmasse eigentlich wasserfest?
Ich würde bei KUPI, Keraflott und Jesin grundsätzlich nicht davon ausgehen, dass ein unbehandeltes Dekoobjekt automatisch für dauerhaften Kontakt mit Wasser geeignet ist. Je nach Material und späterem Einsatzzweck kann eine zusätzliche Versiegelung sinnvoll sein.
Ist KUPI wasserfest?
Auch bei KUPI würde ich zwischen dem eigentlichen Gießmaterial und einer nachträglichen Oberflächenbehandlung unterscheiden.
KUPI lässt sich nach dem Aushärten versiegeln; der Hersteller nennt die Versiegelung auch ausdrücklich als mögliche Nachbearbeitung seiner Gießlinge.
Wenn dein fertiges Objekt später regelmäßig mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, würde ich deshalb eine geeignete Versiegelung verwenden und mich dabei an die Hinweise des jeweiligen Versiegelungsprodukts halten.
Ist Keraflott wasserfest?
Meine Produkte aus Keraflott habe ich früher grundsätzlich mit einem speziellen Wachs versiegelt. Dadurch perlten Wassertropfen von der Oberfläche ab und die fertigen Stücke waren im Alltag besser gegen Feuchtigkeit geschützt.
Ich habe sie deshalb trotzdem nie als wasserdicht bezeichnet. Wasserbeständig und wasserdicht sind für mich zwei unterschiedliche Dinge.
Auch im Handel wird für Keraflott bei gewünschtem Wasserschutz eine zusätzliche Nachbehandlung beziehungsweise Versiegelung empfohlen.
Wie wasserbeständig ist Jesin?
Bei meinen heutigen Produkten aus Jesin gehe ich genauso vor: Nach der Fertigstellung versiegele ich die Oberfläche mit einem speziellen Wachs.
Dadurch entsteht der für meine Produkte typische Abperleffekt. Wassertropfen oder kurzzeitige Feuchtigkeit sind damit im Alltag kein Problem. Trotzdem bezeichne ich auch meine versiegelten Jesin-Produkte bewusst als wasserbeständig und nicht als wasserdicht.
Das ist vor allem bei der Verwendung wichtig: Ein versiegelter Untersetzer, auf den ein paar Wassertropfen gelangen, ist etwas anderes als ein Gefäß, in dem dauerhaft Wasser steht.
Wasserbeständig ist nicht automatisch wasserdicht
Unabhängig davon, ob du KUPI, Keraflott oder Jesin verwendest, würde ich bei einem Projekt mit regelmäßigem Feuchtigkeitskontakt deshalb immer prüfen, welche Versiegelung für das Material und den geplanten Einsatzzweck geeignet ist.
Für meine eigenen Jesin-Produkte gilt: Sie werden mit Spezialwachs behandelt und sind dadurch im Alltag besser vor Feuchtigkeit geschützt. Für dauerhaft stehendes Wasser sind sie jedoch nicht vorgesehen.
Mein Fazit: KUPI, Keraflott oder Jesin – welche Gießmasse würde ich heute wählen?
Nach mehreren Jahren mit unterschiedlichen Gießmassen ist meine Antwort ziemlich eindeutig: Wenn ich heute nur noch ein Material auswählen dürfte, würde ich mich für Jesin entscheiden.
Das bedeutet aber nicht, dass Jesin automatisch für jedes DIY-Projekt die beste Wahl ist.
Meine ersten Erfahrungen mit dem Gießen habe ich mit klassischen Gießpulvern gesammelt. Nachdem ich zunächst Raysin verwendet hatte, bin ich auf Keraflott umgestiegen und habe mehrere Jahre sehr gerne damit gearbeitet. Sogar die ersten Produkte für meinen Onlineshop habe ich daraus hergestellt. Später habe ich KUPI als Alternative ausprobiert und vor allem das besonders helle Weiß des Materials schätzen gelernt.
Für klassische DIY-Projekte würde ich deshalb auch heute noch ohne Weiteres KUPI oder Keraflott verwenden. Beide lassen sich unkompliziert mit Wasser anrühren, fließen gut in Silikonformen und sind deutlich günstiger als Jesin. Gerade wenn du hauptsächlich weiße oder pastellfarbene Deko herstellen möchtest, musst du meiner Meinung nach nicht automatisch zum teuersten Material greifen.
Warum ich trotzdem bei Jesin geblieben bin
Mit der Zeit haben sich meine Anforderungen an das Material verändert. Ich wollte kräftigere Farben und kontrastreiche Terrazzo-Designs umsetzen, stabilere Produkte herstellen und für meine Kerzenhalter ein Material verwenden, für das ich entsprechende Herstellerinformationen zur Flammhemmung finden konnte.
Genau bei diesen Punkten bietet mir Jesin die Eigenschaften, die ich für meine heutigen Produkte brauche.
Dafür nehme ich auch die Nachteile bewusst in Kauf: Jesin ist deutlich teurer, beim Anmischen etwas anspruchsvoller, ich habe stärker mit Luftblasen zu kämpfen und das Schleifen meiner Terrazzo-Produkte kostet mich wesentlich mehr Zeit und Kraft.
Trotzdem nehme ich den höheren Materialpreis und den zusätzlichen Aufwand ganz bewusst in Kauf, weil ich für meine Kunden die bestmöglichen Produkte herstellen möchte. Für meine Anforderungen überwiegen die höhere Stabilität, die vielfältigen Möglichkeiten beim Einfärben und die Eigenschaften, die ich insbesondere für meine Kerzenhalter benötige.
Welches Material passt zu dir?
Wenn du gerade erst mit dem Gießen beginnst oder gelegentlich einfache weiße und pastellfarbene DIY-Projekte herstellen möchtest, würde ich mit KUPI oder Keraflott starten. Soll dein Ergebnis möglichst strahlend weiß werden, wäre KUPI meine erste Wahl. Zwischen den beiden klassischen Gießpulvern ist Keraflott aufgrund meiner langjährigen guten Erfahrungen mein persönlicher Favorit.
Möchtest du dagegen intensive Farben, Marble Designs oder bunte Terrazzo-Projekte umsetzen oder legst besonders viel Wert auf eine hohe Stabilität, würde ich Jesin wählen.
Am Ende gibt es deshalb für mich keinen pauschalen Testsieger. Die beste Gießmasse ist die, deren Eigenschaften zu deinem Projekt passen. Für meine eigenen handgefertigten Produkte ist das heute Jesin – für ein einfaches DIY-Projekt muss es das aber längst nicht immer sein.
Häufige Fragen zu KUPI, Keraflott und Jesin
Was ist besser: KUPI, Keraflott oder Jesin?
Das hängt davon ab, was du herstellen möchtest. Für einfache weiße oder pastellfarbene DIY-Projekte finde ich KUPI und Keraflott vollkommen ausreichend. KUPI überzeugt mich besonders durch sein helles Weiß, während Keraflott aufgrund meiner jahrelangen guten Erfahrungen mein persönlicher Favorit unter den klassischen Gießpulvern ist.
Für kräftige Farben, Marble- und Terrazzo-Designs sowie höhere Anforderungen an die Stabilität würde ich dagegen Jesin wählen.
Was ist der Unterschied zwischen Keraflott und Jesin?
Keraflott ist ein klassisches Gießpulver, das mit Wasser angerührt wird. Jesin besteht dagegen aus einer mineralischen Pulverkomponente und einem wasserbasierten Acryl-Liquid, die miteinander vermischt werden.
Keraflott empfinde ich bei der Verarbeitung als unkomplizierter und flüssiger. Jesin ist cremiger und benötigt etwas mehr Übung, bietet mir dafür aber eine längere Verarbeitungszeit, eine höhere Stabilität und mehr Möglichkeiten für intensive Farben.
Welches Gießpulver ist am besten für Anfänger geeignet?
Für erste Gießversuche würde ich KUPI oder Keraflott empfehlen. Beide werden unkompliziert mit Wasser angerührt, fließen gut in Silikonformen und eignen sich sehr gut für klassische DIY-Projekte.
Wenn du allerdings von Anfang an kräftige Farben, Marble oder buntes Terrazzo umsetzen möchtest, kann auch der direkte Einstieg mit Jesin sinnvoll sein.
Kann man KUPI, Keraflott und Jesin einfärben?
Ja, alle drei Gießmassen lassen sich einfärben. Mit meinen verwendeten wasserbasierten Pigmenten habe ich bei KUPI und Keraflott hauptsächlich Pastelltöne erzielt. Das bedeutet allerdings nicht, dass mit diesen Materialien grundsätzlich nur Pastellfarben möglich sind – das Ergebnis hängt auch vom verwendeten Pigment und dessen Dosierung ab.
Mit Jesin kann ich mit geeigneten Pigmenten sowohl Pastelltöne als auch kräftige, dunkle und sogar Neonfarben herstellen.
Kann man KUPI, Keraflott und Jesin für Terrazzo verwenden?
Ja. Ich habe mit allen drei Materialien Terrazzo hergestellt. KUPI und Keraflott lassen sich relativ einfach zu Chips brechen und anschließend schleifen und eignen sich deshalb aus meiner Erfahrung sehr gut für erste Terrazzo-Projekte.
Für meine heutigen bunten Terrazzo-Designs bevorzuge ich Jesin, weil ich damit kräftigere und kontrastreichere Farben umsetzen kann. Das härtere Material macht allerdings sowohl das Brechen der Chips als auch das spätere Schleifen aufwendiger.
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